Lanz + Precht

Lanz + Precht

In dem ZDF-Podcast sprechen Markus Lanz (Journalist, Talkshow-Moderator) und Richard David Precht (Philosoph, Schriftsteller) über die gesellschaftlich und politisch relevanten Themen unserer Zeit. Informativ, inspirierend, kontrovers: „Lanz + Precht“ ist der wöchentliche Gedankenaustausch zweier Menschen, die sich persönlich zugetan, aber nicht immer einer Meinung sind. Immer freitags, überall wo es Podcasts gibt. *** Credits: Producer: Lucas Raßbach, Redaktion: Monika Fabricius und Simon Schuling, Postproduktion: Dominik Völkl, Redaktion ZDF: Henning Brekenkamp und Marc Lovric ***
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Episode's summary

„Ich frage mich, was vom Verstehen übrig bleibt, wenn einem sofort die passende Antwort zur Verfügung steht“, sagt Richard David Precht. Er erinnert an die Generation seines Vaters, für die Denken noch eine andere Bedeutung hatte. Es ging nicht nur darum, Antworten zu finden, sondern die Dinge wirklich zu durchdringen und zu verstehen. Doch welche Bedeutung hat das eigene Denken noch in einer Welt, in der künstliche Intelligenz auf nahezu jede Frage eine Antwort liefert? „Wir tragen die ganze Welt als Smartphone in unserer Hosentasche. Es findet eine Verschiebung statt. Es geht nicht mehr darum, Informationen selbst zu behalten, sondern nur noch um die Frage: Wie kommst du an Informationen ran?“, sagt Markus Lanz. Aber was bedeutet diese Entwicklung für unsere Fähigkeit, selbstständig zu denken? Was bleibt von der menschlichen Kreativität, wenn wir das Denken zunehmend an Maschinen auslagern? Und ist Prechts Sorge vor einer schleichenden Zerstörung unserer Kultur tatsächlich berechtigt?

Episodes

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#267 (Verlernen wir das Denken?)

„Ich frage mich, was vom Verstehen übrig bleibt, wenn einem sofort die passende Antwort zur Verfügung steht“, sagt Richard David Precht. Er erinnert an die Generation seines Vaters, für die Denken noch eine andere Bedeutung hatte. Es ging nicht nur darum, Antworten zu finden, sondern die Dinge wirklich zu durchdringen und zu verstehen. Doch welche Bedeutung hat das eigene Denken noch in einer Welt, in der künstliche Intelligenz auf nahezu jede Frage eine Antwort liefert? „Wir tragen die ganze Welt als Smartphone in unserer Hosentasche. Es findet eine Verschiebung statt. Es geht nicht mehr darum, Informationen selbst zu behalten, sondern nur noch um die Frage: Wie kommst du an Informationen ran?“, sagt Markus Lanz. Aber was bedeutet diese Entwicklung für unsere Fähigkeit, selbstständig zu denken? Was bleibt von der menschlichen Kreativität, wenn wir das Denken zunehmend an Maschinen auslagern? Und ist Prechts Sorge vor einer schleichenden Zerstörung unserer Kultur tatsächlich berechtigt?

16 Oct 2026
270-

#266 („Die Linke“ und der Antisemitismus-Vorwurf)

Der Podcast beginnt mit einer Rückblende auf eine legendäre Fernsehsendung vor 15 Jahren und geht über in eine tiefgreifende Analyse der aktuellen politischen Lage innerhalb der Linkspartei, insbesondere im Hinblick auf die Rolle von Antisemitismus und den Generationenkonflikt nach dem Gaza-Krieg. Die Diskussion beleuchtet zudem die Debatte um Antisemitismus-Vorwürfe in der Berliner Linken sowie die Problematik unklarer Definitionen. Des Weiterhin wird die politische Instrumentalisierung des Antisemitismusvorwurfs und die Verschiebung von Solidaritätslinien thematisiert. Es wird analysiert, wie postkoloniale Narrative dazu führen können, dass historische Verbrechen ausgeblendet werden und sich neue, teils problematische Identitäten entwickeln, die den Fokus auf den Kampf gegen westlichen Imperialismus legen.

09 Oct 2026
269-

#265 (Droht die KI-Apokalypse?)

In dieser Episode werden die existenziellen Ängste und apokalyptischen Szenarien im Zusammenhang mit der Entwicklung autonomer KI-Agenten diskutiert. Dabei wird zwischen herkömmlichen Werkzeugen und Agenten unterschieden, die eigenständig agieren können, was sowohl technologische als auch psychologische Risiken für die Gesellschaft birgt. Zudem werden die zunehmende Autonomie von KI-Agenten bei der Umgehung von Beschränkungen sowie die ökologischen Folgen durch den enormen Energieverbrauch von Rechenzentren thematisiert. Das Gespräch analysiert zudem, ob die Warnungen vor existenziellen Bedrohungen als Marketinginstrument der Tech-Giganten dienen könnten.

02 Oct 2026
268-

#264 (PISA: Ein Desaster mit Ansage)

In dieser Episode werden die alarmierenden Ergebnisse der PISA-Studie und der damit einhergehende Rückgang der Lesekompetenz in Deutschland kritisch analysiert. Die Sprecher thematisieren den Verlust der Lehrerautorität, die Herausforderungen bei der Integration sowie die Gefahr einer Nivellierung von Leistungsstandards durch ein Streben nach Gleichheit. Darüber hinaus wird eine Bildungsrevolution gefordert, um den kognitiven Wert des Lesens im Zeitalter von KI und digitalen Ablenkungen zu bewahren. Dabei werden internationale Vorbilder wie England und Estland herangezogen, um alternative Wege für eine wissensorientierte und talentfördernde Lehrerausbildung aufzuzeigen.

25 Sep 2026
267-

#263 (Wohnungsnot - hilft das Vergesellschaften?)

In dieser Episode diskutieren die Sprecher über die philosophische und soziale Bedeutung von Wohnen, angefangen bei persönlichen Erinnerungen an erste eigene Wohnungen bis hin zur aktuellen Wohnraumkrise. Richard teilt Einblicke in die emotionale Verbindung zu seinem Zuhause und die Herausforderungen bei der Renovierung von Altbauwohnungen. Der Fokus verschiebt sich dann auf die politische Dimension: Die Folgen der Privatisierung von staatlichem Wohnraum in Berlin und Dresden werden analysiert, ebenso wie die Debatte um Vergesellschaftung versus sozialen Wohnungsbau. Die Sprecher beleuchten das Wiener Modell als Vorbild, thematisieren die rechtlichen Hürden von Enteignungen und diskutieren mögliche Lösungsansätze wie die Umwandlung von Gewerbeimmobilien.

18 Sep 2026